Spielplatz Zukunft - Die Minitopia Schüler-Manufaktur

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Spielplatz Zukunft

Alternation e.V.

21107 Hamburg

Hamburg


Stefanie Engelbrecht

minitopia.hamburg

Die Minitopia Schülerfaktur - Gemeinsam mit Experten, Pionieren und Querdenkern bauen SchülerInnen die Stadtfarm “Minitopia” und schaffen sich mit Upcycling ein Standbein für die Zukunft. #SDGBildung und #tatenfuermorgen

Worum es geht?
In Deutschland hängt Bildungserfolg nach wie vor stark von der sozialen Herkunft ab. Für Jugendliche aus bildungsfernen Milieus stellt der Übergang ins Berufsleben oft eine große Herausforderung dar. Wilhelmsburg zählt zu den strukturschwächsten Bezirken Hamburgs: Ausländer-, Minderjährigen- und Arbeitslosenquote liegen weit über dem Hamburger Durchschnitt. Der Alltag der Jugendlichen ist durch einen achtlosen Umgang mit Ressourcen geprägt – Stichwort „Wegwerfgesellschaft“. Altglas, Elektroschrott und Sperrmüll auf der Straße prägen das Bild so sehr, dass wir den Müll kaum noch wahrnehmen. In Mangelwirtschaften wie der Dritten Welt wird aus wirtschaftlichen Gründen eine intensive Wiederverwendung von Gebrauchsgütern praktiziert. In den Industrieländern aber werden Dinge nicht mehr konzipiert für ein langes Leben. Entsprechend bangen viele Handwerksberufe um ihre Existenz und finden kaum noch Auszubildende. Dabei ist das Handwerk oft Rettungsanker für junge Menschen ohne Schulabschluss.
Was wir machen?
Auf dem insg. 1500 m² großen Grundstück einer ehemaligen LKW-Werkstatt mit Werkhalle, Werkstätten und Außenfläche können kleine und große Stadtkinder spielerisch lernen, ob und wie wir uns mit den Ressourcen vor Ort, den eigenen Händen und gegenseitiger Unterstützung in der Stadt selbst versorgen könnten. Gemeinsam mit der Nachbarschaft möchten wir das Objekt zur ersten Community-Stadtfarm Hamburgs ausbauen. Seit Eröffnung im April 2017 sind u. a. rund 60 SchülerInnen der 5. – 9. Klasse in 7 Kursen pro Woche bei uns zu Gast und bauen aus Material, das wir in der Umgebung finden oder geschenkt bekommen (Holz, Metall, Kunststoff, Textilien, “Haushaltsmüll”), nützliche Dinge für Minitopia: Ordnungssysteme, Werkbank und Regale für die Werkstatt, aber auch Nisthilfen und Futterstellen für Vögel, Igel- und Insektenhäuser und allerlei Schönes in unserem Upcycling-Atelier. Gemeinsam mit diesen SchülerInnen möchten wir 2018 auf Minitopia eine Upcycling-Manufaktur als Schülerfirma gründen.
Welchen Beitrag leisten wir zur Verbreitung der SDG?
Aktionen/Events,
Digitales/Social Media,
Kunstprojekte/Installationen
Wer ist unsere Zielgruppe?
PädagogInnen/Bildungsakteure,
SekundarschülerInnen
Was ist unser Ziel?
Mit unserem Projekt “Minitopia” wollen wir kleinen und großen Stadtkindern einen zukunftsfähigen Erfahrungs- und Lernraum zur Verfügung stellen, der nachhaltiges, auf viele Lebensbereiche anwendbares Lernen ermöglicht. Wir wollen mit „Spielplatz Zukunft“ insbesondere Jugendliche motivieren, sich fast verlorengegangenes Wissen, altes Handwerk, die Fähig- und Fertigkeiten um in der Natur zu überleben, anzueignen und sie für einen alternativen Umgang mit dem sie umgebenden Material zu begeistern. Die Herstellung von Dingen, die wir im Alltag brauchen, gibt den Jugendlichen eine ganz neue Beziehung zu diesen Dingen und zu ihrem Wert, was sich wieder auf das Konsumverhalten günstig auswirkt. “Spielplatz Zukunft” fordert zum Neudenken und Zweckentfremden heraus und animiert zu einem neuen Blick auf das eigene Umfeld.
Wer kann unterstützen?
Kooperationen im Handwerksbereich, Förderung außerschulischer Lernorte.
Wer sind wir?
Alternation e.V. fördert satzungsgemäß umwelt- und entwicklungspolitische Bildung und soziale Gerechtigkeit. Mit verschiedenen Formaten zeigen wir Möglichkeiten auf, unsere Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten. 2013 haben wir für ein Festival zum Thema Städte der Zukunft mit 12 Mitgliedern in Berlin den Verein Alternation e. V. gegründet. Mit “Minitopia” haben wir 2017 eine Plattform gegründet, auf der alternative Ideen konkret ausprobiert werden können. Kooperationspartner ist die Stadtteilschule Stübenhofer Weg in Hamburg Wilhelmsburg. Um die SchülerInnen, die häufig aus einem familiären Umfeld stammen, in denen die erwachsenen Vorbilder Sozialleistungen zur vollkommenen oder teilweisen Unterstützung und Sicherung des Lebensunterhaltes aus öffentlicher Hand erhalten, in der Berufsorientierung anzuregen und zu unterstützen, sind häufig besondere Maßnahmen nötig. Deshalb setzt die Stadtteilschule Stübenhofer Weg auf ein sehr praktisch angelegtes und produktorientiertes Lernen.

Nachhaltigkeitsziele

  • SDG 12: Nachhaltige Konsum- und Produktions­muster sicherstellen
  • SDG 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
  • SDG 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern

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