Ideenwettbewerbe

Land schreibt Zukunft: Auswertung läuft

Keyvisual des Ideenwettbewerbs Land schreibt Zukunft: Auswertung läuft

Viele spannende Projekte sind für den Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“ eingegangen. Er befindet sich nun in der Auswertungsphase. In etwa zwei Monaten werden die Gewinnerinnen und Gewinner feststehen. Das Projektbüro Fonds Nachhaltigkeitskultur informiert dann alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, ob ihr Projekt es unter die Sieger geschafft hat.

Hier erscheint bald der neue Ideenwettbewerb des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zu nachhaltiger Alltagskultur. Aktuell sind keine Anmeldungen für den Fonds Nachhaltigkeitskultur möglich. Kommende und laufende Ideenwettbewerbe werden hier sowie unter www.nachhaltigkeitsrat.de und im Newsletter des Rates für Nachhaltige Entwicklung angekündigt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Land schreibt Zukunft

Wie attraktiv ist der ländliche Raum für das nachhaltige Leben und Arbeiten? Wie stärken Menschen auf dem Land die Regionalkultur ihrer Heimat?

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung suchte bis zum 20. Januar 2019 innovative Projekte und Ideen über den Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“ des Fonds Nachhaltigkeitskultur. Willkommen waren Denkanstöße und Zukunftsskizzen aus der Vor-Ort-Perspektive (etwa „Mein Land im Jahr 2030“) ebenso wie Überlegungen zur Ausweitung konkreter, beispielgebender Projekte der Nachhaltigkeitskultur.

Die Kategorien des Ideenwettbewerbs

  • Wertschöpfung & nachhaltiges Wirtschaften: In diesen Bereich fielen zum Beispiel Ideen zur zukunftsfähigen Verknüpfung der Erzeugung von regionalen Bio-Produkten mit Verarbeitung und Vertrieb. Sie konnten mehr Nachhaltigkeit durch den Verbund von Erzeugern, Anbietern und Endkunden schaffen, zum Beispiel mithilfe digitaler Vernetzung und Kommunikation. Möglich war auch, die Ausbildung von Umwelthandwerkern im ländlichen Raum zu verbessern oder die Natur durch ihre Nutzung zu schützen.
  • Tourismus: Hier konnte es um nachhaltige regionale und lokale Tourismuspotenziale gehen, um die Saison gleichmäßiger zu nutzen und Arbeitsplätze im Einklang mit Natur und ländlichem Zusammenhalt zu sichern oder zu schaffen.
  • Gesellschaftlicher Wandel: Hier ging es um integrationsfördernde Ansätze, die Identität stiften, den Zusammenhalt fördern und wirtschaftliche Chancen eröffnen. Willkommen war zudem die Förderung von Nachhaltigkeit durch gemeinschaftliche Aktion und Ideen, die zum Erhalt oder zur Revitalisierung lebendiger Ortszentren beitragen.
  • Bildung: Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konnte eine Idee die Nachhaltigkeitskultur im Alltag von Kitas und Schulen sowie in der beruflichen Ausbildung im ländlichen Raum aufzeigen und befördern. Sie konnten neue Wege vorschlagen, die zur ländlichen Nachhaltigkeitskultur bei Integration, gesundheitlicher Rehabilitation oder sozialer Eingliederung betrugen.
  • Öffentliche Verwaltung: Eine Bewerbung war mit Projekten zur ländlichen Nachhaltigkeitskultur möglich, die über die regulären Dienstleistungen hinausgingen, zum Beispiel als Kooperation mit gesellschaftlichen Akteuren oder als Impuls für die Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung.

Wer konnte am Ideenwettbewerb teilnehmen?

Bewerben konnten sich sowohl gemeinnützige Akteure, also zum Beispiel Vereine, Stiftungen, Verbände und Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie zum Beispiel Schulen, Kindergärten und Gebietskörperschaften. Die antragstellende Institution musste im ländlichen Raum verankert sein. Die Kooperation mit der Gemeinde und/oder dem Landkreis war wünschenswert. Diese konnten aber auch selbst Antragsteller sein. Klein- und Mittelstädte mit bis maximal 30.000 Einwohnern waren ebenfalls antragsberechtigt


Baukultur, Wohnen und Nachhaltigkeit (abgeschlossen)
Keyvisual zum Ideenwettbewerb Baukultur, Wohnen und Nachhaltigkeit

Was können wir tun, damit Nachhaltigkeit für die Menschen eine zentrale Rolle spielt, wenn sie entscheiden, wie sie bauen und wohnen wollen? Wie können Vernetzung und Kommunikation dabei helfen, nachhaltiges Bauen und Wohnen in unserer Gesellschaft zu verankern?

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung suchte bis zum 2. September 2018 in seinem Ideenwettbewerb „Baukultur, Wohnen und Nachhaltigkeit“ im Rahmen des Fonds Nachhaltigkeitskultur innovative Ideen, die Antworten auf Fragen wie diese geben. Die Bundesstiftung Baukultur unterstützte den Ideenwettbewerb.

Wieso ist nachhaltige Bau- und Wohnkultur so wichtig?

Eine nachhaltige Baukultur ist wesentlich für gutes Leben, Wohnen und Bauen in der Stadt und auf dem Land. Etwa ein Drittel des Ressourcenverbrauchs in Deutschland geht auf das Konto von Gebäuden, Gleiches gilt für Abfallaufkommen und CO2-Emissionen. Gebäude, die zum Beispiel auf der sprichwörtlichen grünen Wiese gebaut werden, „verbrauchen“ diese – die Wiese gibt es dann nicht mehr. Dennoch wird oft noch so gebaut. Und das, obwohl für viele Menschen das urbane Wohnen – zunehmend gemischt mit Arbeiten – mit seinen kurzen Wegen viel attraktiver ist. Eine nachhaltige Baukultur schont Ressourcen, sorgt für sozial erschwinglichen Wohnraum und ein gesundes Wohnumfeld. Kultur ist der Schlüssel.

Bau- und Wohnkultur sind maßgebliche Teile von Nachhaltigkeit. Neben ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten wirken im Sinne einer Nachhaltigkeit des gelebten Alltags auch immer die gebauten Räume auf uns und wir sind in unserem Handeln auf ergebnisorientierte Prozesse angewiesen, die Weg und Ziel betreffend kulturell verankert sind. Aus baukultureller Sicht stehen lebendige, vielfältige und kompakte Quartiere im Mittelpunkt einer nachhaltigen Entwicklung. Wird eine dichte Bebauung klug gestaltet, wird sie auch von den Menschen akzeptiert. Und eine dichte Bebauung unterstützt das Erreichen des Flächenverbrauchsziels von weniger als 30 Hektar am Tag. Nachhaltiges Bauen in Quartieren, die mit baukultureller Weitsicht entwickelt werden, beachtet Lebenszyklen, Stoffkreisläufe und Recycling sowie die Effizienz des Materialeinsatzes und es ermöglicht suffiziente Nutzungskonzepte. So können behagliche, gesunde und sozial ausgeglichene Wohnumgebungen und Lebensräume entstehen.

Gewinnerprojekte

artefact gGmbH: Global lernen – lokal bauen

Earth Vision UG: Weniger ist mehr – nachhaltige Bau- und Wohnkultur

Ecosphäre e.V.: GoTiny – Forschungssiedlung für nachhaltige Wohnkultur

Grundschulverband e.V.: Abenteuer Bauen – Nachhaltige Baumaterialien weltweit

KIDS & CO e.V.: Zukunftsvisionen für das Gut Hellersdorf

Muthesius Kunsthochschule: Zero Waste Space

Patriotische Gesellschaft von 1765 e.V.: Drache erweckt die hamburgische Altstadt

Performance Electrics gGmbH: Kunststrom Kraftwerk

Stadt Dortmund, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt: Tiny Einfamilienhäuser

Stadt Heidelberg – Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie: Bahnstadt – Nach dem Bauen kommt das Leben und Arbeiten

T.U.N. e.V. Technik – Umwelt – Natur: WohnProjekte-Kontor Lüneburg

Wessobrunner Kreis e.V.: Familientaugliche Wohnungen statt Einfamilienhäuser

Wissenschaftsladen Bonn: Jobs mit Zukunft

Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit (abgeschlossen)

Keyvisual zum Ideenwettbewerb Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit

Wie wird nachhaltige Mobilität Teil unserer Alltagskultur? Was können wir tun, damit Nachhaltigkeit für die Menschen eine zentrale Rolle spielt, wenn sie entscheiden, wie sie zum Beispiel von A nach B kommen? Wie können Vernetzung und Kommunikation dabei helfen, nachhaltige Mobilität in unserer Gesellschaft zu verankern?

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) suchte bis zum 27. Mai 2018 in seinem Ideenwettbewerb „Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit“ Ideen und innovative Projekte, die Antworten auf Fragen wie diese geben.

Wieso ist nachhaltige Mobilität so wichtig?

Mobilität ist Fluch und Segen zugleich. Im Durchschnitt erreichen heute alle Menschen schneller, kostengünstiger und sicherer Arbeit, Schule, Familie, Freunde, Ärzte und Freizeiteinrichtungen. Ob mit Flugzeug, Auto, Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß – Mobilität steht für Freiheit und für Teilhabe. Leider gibt es auch die Schattenseite von Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch, Stau und überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln. Mobilität kann auch Stress bewirken, weil wir zu mehr Orten als je zuvor unterwegs sind und fast überall und gleichzeitig sein sollen.

In den Städten sehen wir, wie die Durchschnittsgeschwindigkeit von Automobilität sinkt und wie hier die Zahl der Wege mit dem Rad und zu Fuß, mit Bahnen und Bussen steigt. Die Luftverschmutzung bleibt aber ein gravierendes Problem. Auch auf dem Land, wo das Netz an Versorgung und Betreuung dünner wird, muss die Qualität der Mobilitätsangebote steigen. Hier werden innovative, bürgerfreundliche und nachhaltige Mobilitätslösungen, mit dem Ziel der Verringerung des Individualverkehrs, dringend benötigt.

Menschen ändern seit jeher die Art und Weise ihrer Mobilitätskultur. Und schon lange dreht sich nicht mehr alles nur um das Auto. Die Erfindung des Autos vor 130 Jahren stand für Modernität. Heute ist die flexible Kombination von Fuß- und Radverkehr, öffentlichen Verkehrsangeboten und sauberen Autos zukunftsweisend. Die Ideen der Nachhaltigkeit und der nachhaltigen Mobilität zeigen sich heute zum Beispiel bereits in vernetzten öffentlichen Verkehrssystemen, im Bike- und Carsharing, im Vermeiden weiter Anreisen durch Telefon- oder Videoanrufe – egal ob es um berufliches Pendeln, Schulwege, Familien- oder Arztbesuche, Einkaufen, Freizeit, Urlaub oder Geschäftsreisen geht.

Gewinnerprojekte

ASA-FF e.V.: MarxMobil

Deutsche Umweltstiftung: Fahr mit!

Energie- und Umweltzentrum Allgäu: Green Ways to Work

Klima-Kollekte – Kirchlicher Kompensationsfonds: nachhaltig mobil

Kunst, Gesundheit, Bildung e.V.: Arte SusteMobile 2.0, Kunst trifft Mobilität trifft Nachhaltigkeit

Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V.: StattParkKultur NRW

Landkreis Saarlouis – Amt für Schulen, Sport und Kultur: Aktionsjahr Mobilität und Nachhaltigkeit

Leuphana Universität Lüneburg: Lüneburg Maps: Ein grüner Stadtplan für nachhaltige Mobilität

Lust auf besser Leben gGmbH: Wege und Spannungsfelder im nachhaltigen Warenkorb – eine Kampagne für kurze Wege und nachhaltigen Konsum

Turn- und Sportgemeinschaft Bergedorf von 1860 e.V.: Sportlich Aktiv und Nachhaltig Mobil

Esskultur und Nachhaltigkeit (abgeschlossen)

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) rief bis zum 18. Oktober 2017 zur Teilnahme am Ideenwettbewerb „Esskultur und Nachhaltigkeit“ auf. Zu Themen wie Lebensmittelverschwendung, Verbesserung von Liefer- und Wertschöpfungsketten, Vertrieb und Vermarktung sowie Ernährungsbildung und nachhaltiger Konsum konnten innovative Projekte eingereicht werden. Angesprochen waren gemeinnützige, gesellschaftliche Akteure einer nachhaltigen Esskultur. Dahinter standen zum Beispiel Köchinnen und Köche, Kitas, Großküchen-Einkäuferinnen und -Einkäufer, Regionalvermarkterinnen und -vermarkter, aber auch Künstlerinnen und Künstler, Kreative und Kulturschaffende.

Unter allen Einsendungen wählte die Jury die Besten aus. Welche Ideen eine Förderung aus dem Fonds Nachhaltigkeitskultur bekommen haben, sehen Sie auf der Website des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

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