Ideenwettbewerbe

„Baukultur, Wohnen und Nachhaltigkeit“ – bis 2. September 2018 bewerben!

Wie wollen wir wohnen? Wie können wir in einer nachhaltigen Stadt bauen? Und wie ressourcenschonend auf dem Land? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) sucht innovative Projekte und Ideen über den Ideenwettbewerb „Baukultur, Wohnen und Nachhaltigkeit“ aus der Reihe des Fonds Nachhaltigkeitskultur.

Eine nachhaltige Baukultur ist wesentlich für gutes Leben, Wohnen und Bauen in der Stadt und auf dem Land. Etwa ein Drittel des Ressourcenverbrauchs in Deutschland geht auf das Konto von Gebäuden, Gleiches gilt für Abfallaufkommen und CO2-Emissionen. Gebäude, die zum Beispiel auf der sprichwörtlichen grünen Wiese gebaut werden, „verbrauchen“ diese – die Wiese gibt es dann nicht mehr. Dennoch wird oft noch so gebaut. Und das, obwohl für viele Menschen das urbane Wohnen –  zunehmend gemischt mit Arbeiten – mit seinen kurzen Wegen viel attraktiver ist. Eine nachhaltige Baukultur schont Ressourcen, sorgt für sozial erschwinglichen Wohnraum und ein gesundes Wohnumfeld. Kultur ist der Schlüssel. Die Bundesstiftung Baukultur unterstützt den Ideenwettbewerb „Baukultur, Wohnen und Nachhaltigkeit“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Projekte zur nachhaltigen Bau- und Wohnkultur gesucht

Was können wir tun, damit Nachhaltigkeit für die Menschen eine zentrale Rolle spielt, wenn sie entscheiden, wie sie bauen und wohnen wollen? Wie können Vernetzung und Kommunikation dabei helfen, nachhaltiges Bauen und Wohnen in unserer Gesellschaft zu verankern? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht in seinem Ideenwettbewerb „Baukultur, Wohnen und Nachhaltigkeit“ innovative Ideen, die Antworten auf Fragen wie diese geben.

Bewerben Sie sich jetzt! Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht Ihre Idee zu Baukultur, Wohnen und Nachhaltigkeit: Die besten Vorschläge haben die Chance, eine Förderung durch den Fonds Nachhaltigkeitskultur zu gewinnen. Letzter Bewerbungstag ist der 2. September 2018.

Wichtig: Es können ausschließlich solche Ideen eingereicht und gefördert werden, die noch nicht umgesetzt wurden. Bestehende Projekte können mit einer Weiterentwicklungsidee teilnehmen. Die Entwicklung von Apps oder die Herausgabe von Publikationen können im Rahmen dieses Ideenwettbewerbes nicht berücksichtigt werden.

Willkommen sind Denkanstöße und konkrete, innovative Ideen für gutes und nachhaltiges Bauen und Wohnen für alle – in den Städten wie auf dem Land. Sie sollen dazu beitragen, Städte und Gemeinden sicher in eine sozial und ökologisch verträgliche Zukunft zu führen. Dazu gehören nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern auch Ansätze, die sich mit der Identität und dem Zukunftsversprechen gewachsener Orts- und Stadtbilder auseinandersetzen.

Wieso ist nachhaltige Bau- und Wohnkultur so wichtig?

Bau- und Wohnkultur sind maßgebliche Teile von Nachhaltigkeit. Neben ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten wirken im Sinne einer Nachhaltigkeit des gelebten Alltags auch immer die gebauten Räume auf uns und wir sind in unserem Handeln auf ergebnisorientierte Prozesse angewiesen, die Weg und Ziel betreffend kulturell verankert sind. Aus baukultureller Sicht stehen lebendige, vielfältige und kompakte Quartiere im Mittelpunkt einer nachhaltigen Entwicklung. Wird eine dichte Bebauung klug gestaltet, wird sie auch von den Menschen akzeptiert. Und eine dichte Bebauung unterstützt das Erreichen des Flächenverbrauchsziels von weniger als 30 Hektar am Tag. Nachhaltiges Bauen in Quartieren, die mit baukultureller Weitsicht entwickelt werden, beachtet Lebenszyklen, Stoffkreisläufe und Recycling sowie die Effizienz des Materialeinsatzes und es ermöglicht suffiziente Nutzungskonzepte. So können behagliche, gesunde und sozial ausgeglichene Wohnumgebungen und Lebensräume entstehen.

Wo können Ideen ansetzen?

Bau- und Wohnkultur beginnen nicht erst mit dem Bau, sondern schon bei der Planung. Sie können zum Beispiel in Konzeptionsphasen von Bau- und Quartiersprojekten ansetzen. Sei es der geplante Neubau der Grundschule oder ein öffentlicher Ausschreibungsprozess über die Nachnutzung eines ehemaligen Industriequartiers. Sie können auch beteiligte Gruppen, die Nachbarschaft oder bestimmte Zielgruppen organisieren, um Radwegekonzepte zu überdenken, Begrünung oder den Rückbau von innerstädtischen Parkplatzflächen voranzutreiben. Oder Sie entwickeln Ideen, wie sich ein gutes Nischenprojekt zu mehr Breitenwirkung verhelfen lässt. Oder wie Öffentlichkeitsarbeit, Kunst- oder Kulturprojekte ein Umdenken anstoßen können. Was zählt ist, dass Ihre Idee einen nachweisbaren positiven Effekt auf die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele hat.

Wer kann am Ideenwettbewerb teilnehmen?

Gemeinnützige Akteure, also zum Beispiel Vereine, Stiftungen, Verbände, Initiativen wie außerschulische Lernorte und Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Schulen, Universitäten und Gemeinden, können sich mit ihren Ideen bewerben. Dahinter können Praktikerinnen und Praktiker aus dem Bereich Bauen und Wohnen stehen, zum Beispiel aus öffentlichen Ämtern, von Bürgerinitiativen oder der Zivilgesellschaft, Leute aus der Kreativbranche, Kultur- und Kunstschaffende – oder einfach engagierte Menschen, die unsere Welt nachhaltiger machen wollen.

Details zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter Bewerben und in den Förderrichtlinien.

Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit (abgeschlossen)
Esskultur und Nachhaltigkeit (abgeschlossen)
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