Fahr mit!

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Mobilitätskultur

Deutsche Umweltstiftung

10405 Berlin, Berlin

Fahr mit! erarbeitet eine digitale Informationstafel inkl. App zur Koordination von Fahrgemeinschaften im ländlichen Raum. #tatenfuermorgen fördern die Flexibilität von Menschen und den Wandel in der alltäglichen Mobilitätskultur.

Worum geht es?
Eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals – SDGs) ist die zukunftsorientierte Entwicklung der ländlichen Räume. Das Pilotprojekt „Fahr mit!” greift diesen Punkt auf. Im Rahmen des Projektes wird in einer Kommune im Bundesland Brandenburg eine digitale Informationstafel entwickelt. Sie wird zukünftig die Bildung von (spontanen) Fahrgemeinschaften erleichtern. Dies ist besonders für ländliche Räume nützlich, wo häufig nur schlechte Verkehrsanbindungen existieren: Eine Bahnanbindung besteht teilweise gar nicht und Busse verkehren nur auf wenigen Linien in großen zeitlichen Abständen. Die Folge ist, dass für weite Strecken oder bei körperlicher Einschränkung das Auto die präferierte Mobilitätsoption bleibt. Aufgrund der geringen Bevölkerungs- und Gewerbedichte betrifft das oft bereits Touren zu essentiellen Einrichtungen wie Ärzten, Supermärkten, Apotheken oder Lebensqualität fördernden Kulturangeboten. Dies ist in mehrfacher Hinsicht ineffizient und verbesserungswürdig.

Um diesem Problem zu begegnen, wird im vorliegenden Projekt eine digital gestützte Informationstafel erstellt. Sie wird an einem zentralen Ort wie dem Marktplatz oder der örtlichen Bushaltestelle angebracht und ist mit einer Online-Anwendung verknüpft. Dort können Anwohnerinnen und Anwohner einmalige und/oder regelmäßige private Mitfahrangebote eingeben. Diese werden nicht nur in einem Online-Kalender angezeigt, sondern auch auf dem örtlichen Display. Zum angegebenen Zeitpunkt fahren die Inserenten zur Informationstafel und sammeln interessierte Mitfahrer ein.

“Fahr mit!” leistet nicht nur einen Beitrag zur Lösung der genannten Probleme “Emissionsminderung im Straßenverkehr” und “unzureichende Verkehrsanbindung in ländlichen Regionen”, sondern fördert außerdem den Wandel der Mobilitätskultur im 21. Jahrhundert: Bewusstsein für die Wichtigkeit von Kommunikation und Koordination im Alltagshandeln wird gebildet und kommunale Netzwerkstrukturen werden revitalisiert. Schließlich ist das gewählte Projektdesign eine Möglichkeit, um die Vorteile webbasierter Absprachen weniger online-affinen Gruppen zugänglich zu machen. Insbesondere bei älteren Menschen wird eine Einbindung erreicht, indem auf etablierte Verhaltensroutinen zurückgegriffen werden kann: Analog zum Blick auf den herkömmlichen Busfahrplan erfahren die Bürger von zusätzlichen Mitfahrgelegenheiten über den lokalen Monitor und müssen nicht über ein Smartphone bzw. einen häuslichen Internetzugang verfügen.

Sollte sich der Einsatz des Tools bewähren, ist ein leicht transferierbares und gut skalierbares Instrument gefunden, das auch in anderen Kommunen in Deutschland zur Verbesserung der ländlichen Mobilität Anwendung finden kann.
Was sind unsere Ziele?
Das Projekt „Fahr mit!” wird die nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum unterstützen. Mit dieser übergeordneten Zielgröße sind mehrere positive Erwartungen verknüpft:
  • Emissionen aus dem Individualverkehr werden gesenkt.
  • Stärkung des Bewusstseins für die vielfältigen Möglichkeiten gemeinschaftlichen Handelns, um die eigene Lebensqualität im Einklang mit positiven Nachhaltigkeitseffekten zu erhöhen.
  • Konzeption und Umsetzung eines übertragbaren Konzeptes, mit dem Anwohner unkompliziert kommunale Fahrgemeinschaften bilden können.
  • Senkung der Zugangshürde für ältere Menschen zu webbasierten Mitnahmekonzepten. Das an einem örtlichen Knotenpunkt angebrachte Display erlaubt es Ihnen, alle Online-Einträge einzusehen und eine passende Mitfahrgelegenheit zu finden, ohne dass ein Internetzugang notwendig ist.
  • Kulturwandel stärken
  • Wer ist unsere Zielgruppe?
    Erwachsene (19 – 59 Jahre),
    Generation 60plus,
    Kinder/Jugendliche,
    Politik
    Wie ist das Projekt lokal und regional verankert?
    Zusammen mit verantwortlichen Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung in einer brandenburgischen Kommune wird ein zentraler Knotenpunkt bestimmt, an dem die digitale Informationstafel angebracht wird. Die lokale Presse sowie Anwohnerinnen und Anwohner werden zur Inbetriebnahme des Displays eingeladen. In einer Werbekampagne wird auf den Projektstart hingewiesen.
    Worin liegt die Innovation unseres Projektes?
    Die Deutsche Umweltstiftung wurde 1982 gegründet und blickt auf über 30 Jahre erfolgreiche Arbeit im Bereich der ökologischen Bewusstseinsbildung zurück. Sie war die erste deutsche Bürgerstiftung und ist mit über 2.700 Unterstützern nach Stifterzahl die größte Bürgerstiftung Deutschlands. Bis heute entwickelt sie entsprechend ihres Mottos „Hoffnung durch Handeln“ ständig neue Projekte, Konzepte und Methoden. Gegenwärtig betreibt sie u. a. erfolgreich die mit Hilfe des Umweltbundesamtes realisierte nachhaltige Crowdfundingplattform EcoCrowd und vermittelt im Rahmen des Projektes “Schulpflanzaktion” deutschlandweit ökologisches Wissen in Schulen. Vorstandsvorsitzender ist der Politikwissenschaftler, Soziologe und Publizist Jörg Sommer. Er ist u. a. Dozent für Nachhaltigkeitsstrategien an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Projektverantwortlicher ist Michael Golze. Der studierte Philosoph und Informatiker verantwortete die Konzeption und Umsetzung von EcoCrowd.
    Wer sind wir?
    Die Deutsche Umweltstiftung wurde 1982 gegründet und blickt auf über 30 Jahre erfolgreiche Arbeit im Bereich der ökologischen Bewusstseinsbildung zurück. Sie war die erste deutsche Bürgerstiftung und ist mit über 2.700 Unterstützern nach Stifterzahl die größte Bürgerstiftung Deutschlands. Bis heute entwickelt sie entsprechend ihres Mottos „Hoffnung durch Handeln“ ständig neue Projekte, Konzepte und Methoden. Gegenwärtig betreibt sie u. a. erfolgreich die mit Hilfe des Umweltbundesamtes realisierte nachhaltige Crowdfundingplattform EcoCrowd und vermittelt im Rahmen des Projektes “Schulpflanzaktion” deutschlandweit ökologisches Wissen in Schulen. Vorstandsvorsitzender ist der Politikwissenschaftler, Soziologe und Publizist Jörg Sommer. Er ist u. a. Dozent für Nachhaltigkeitsstrategien an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Projektverantwortlicher ist Michael Golze. Der studierte Philosoph und Informatiker verantwortete die Konzeption und Umsetzung von EcoCrowd.
    Laufzeit der Förderung
    10 Monate
    Höhe der Förderung
    49 920,00 EUR

    Nachhaltigkeitsziele

    • SDG 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, wider­stands­fähig und nachhaltig gestalten
    • SDG 13: Beschreibung EN