Sportlich Aktiv und Nachhaltig Mobil

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Mobilitätskultur

Turn- und Sportgemeinschaft Bergedorf von 1860 e. V.

21033 Hamburg, Hamburg

www.tsg-bergedorf.de

Unter dem Motto „Sportlich Aktiv und Nachhaltig Mobil“ experimentieren die Sportler*innen der beiden Hamburger Vereine, des Eimsbütteler Turnverband e. V. und der Turn- und Sportgemeinschaft Bergedorf von 1860 e. V., mit nachhaltigen Mobilitätsformen im Alltag – #tatenfuermorgen!

Worum geht es?
In der Verknüpfung von Sport und Freizeit mit klimafreundlichem Mobilitätsverhalten liegt die Chance, Verhaltensänderungen auf spielerische Art zu erreichen. Dafür wird ein Projektteam um die zwei großen Hamburger Sportvereine, dem ETV und der TSG Bergedorf, eine Mobilitätskampagne mit Aktionen rund um das Fahrrad durchführen:
  1. Ab auf’s Rad – mobiler Fahrradservice und begleitende Aktionen: Zu Beginn der Fahrradsaison können unsere Mitglieder ihre Fahrräder beim mobilen Fahrradservice vor unseren Sportstätten oder bei Sommerfesten sowie Spaßturnieren reparieren lassen, bzw. mit Hilfe selbst reparieren und fit für die neue Saison machen. Dabei werden auch moderne Falträder, leistungsfähige Lastenräder, sichere Abschließtechnik und modischer Wetterschutz vorgeführt.
  2. Die Klimaliga – Fotowettbewerb in den sozialen Medien zwischen den verschiedenen Sparten unserer Vereine zu klimafreundlicher Mobilität bzw. der Anreise als Gruppe: Wenn die Teams zum Auswärtsspiel fahren, machen sie Fotos von ihrem nachhaltigen Anreiseweg, verbreiten diese mit dem #Hashtag des Projekts über die sozialen Netzwerke. Darüber nehmen sie an einem Foto-Wettbewerb teil.
  3. Weitere Mitmach-Aktionen während Vereinsfesten und größeren Wettkämpfen: Fahrraddisko oder Fahrradkino – wir erzeugen den Strom mit unserer eigenen Muskelkraft! Vorbilder sind die pedal-powered stage des FUTUR 2 FESTIVAL

Es werden Gemeinschaftserlebnisse geschaffen, die:
  • das Problembewusstsein steigern („Ich trage meinen Teil zum Ganzen bei“)
  • emotionales Erleben ermöglichen („Ich trage meinen Teil zum Klimaschutz bei“)
  • die persönliche Umwelt neu bewerten („Die anderen aus meiner Mannschaft machen das auch; wir handeln im Kollektiv verantwortlich“.)
  • eine Selbstneubewertung schaffen („Ich handle der Umwelt gegenüber verantwortungsvoll“) und
  • dazu beitragen, eine sich verändernde Umweltkultur wahrzunehmen („Mein gesamter Verein identifiziert sich damit“).
Was sind unsere Ziele?
Erklärtes Ziel ist es, die Vereinsmitglieder und deren Familien, u.a. viele mit Kindern, zu klimafreundlichen Mobilitätsformen wie dem Radfahren zu motivieren.
Es ist wünschenswert, dass künftig Kinder und Jugendliche sich zukünftig sagen: „Mit dem Fahrrad zum Training ist viel cooler, als wenn die Eltern einen bringen“. Und Eltern: „Jetzt fahren wir noch gemeinsam, später kann meine Tochter dann mit ihren Freunden zum Sport fahren – und ich muss mir keine Sorgen machen“.

Des weiteren definiert das Projekts folgende Ziele:
  • 20 % der Vereinsmitglieder (= 5.000 Personen) werden sich an allen Aktionen beteiligen,
  • mindestens 15 Teams der TSG und des ETV beteiligen sich an dem Foto-Wettbewerb,
  • mindestens 450 Beiträge (Bilder, Tweets, etc.) werden zu den Aktionen gepostet,
  • im Projektverlauf wird zu 10 weiteren Sportvereinen Kontakt aufgenommen, um die Ausweitung anzustoßen.
Wer ist unsere Zielgruppe?
Erwachsene (19 – 59 Jahre),
Kinder/Jugendliche
Wie ist das Projekt lokal und regional verankert?
Kern des Projektteams bilden zwei große Hamburger Sportvereine mit insgesamt knapp 25.000 Mitgliedern. Ob z. B. Fußball, Turnen oder Klettern, die HamburgerInnen bewegen sich gerne und das am Liebsten gemeinsam im Team. Der Dachverband der Sportvereine, der Hamburger Sportbund (HSB), zählte im Jahr 2017 über 820 Vereine mit fast 530.000 Mitgliedern – Tendenz steigend. Über Sportvereine werden die BürgerInnen in ihrem Alltag erreicht und knüpfen an ihren Freizeitaktivitäten an. Wir sind in unseren Stadtteilen und Nachbarschaften fest verankert und gestalten das Zusammenleben gemeinsam.

Dadurch, dass die Nachbarschaften der TSG in Hamburg-Bergedorf und des ETV in Hamburg-Eimsbüttel unterschiedlich geprägt sind (klein-/großstädtisch), erreichen wir gesellschaftliche Gruppen mit unterschiedlichem Mobilitätsverhalten. Erlerntes hieraus kann auf andere Vereine in Groß- und Kleinstädten übertragen werden.

Bergedorf ist der erste Hamburger Bezirk, der ein Klimaschutzmanagement in seinen Verwaltungsstrukturen etabliert hat. Die Klimaschutzmanagerin sowie die Hamburger Behörde für Umwelt und Energie unterstützt die Umsetzung des Projektes und den späteren Transfer auf weitere Sportvereine. Auch mit dem Hamburger Sportbund (HSB) wurden während der Projektentwicklung positive Gespräche geführt. Angestoßen durch unsere Projektidee führen StudentInnen der Universität Hamburg (Bewegungswissenschaften) derzeit Mitgliederbefragungen zum Mobilitätsverhalten einiger Hamburger Sportvereine durch (u. a. TSG Bergedorf). Hier bestehen weitere Anknüpfungspunkte.

Die zielgruppenspezifische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sind zentrale Bestandteile unseres Projekts. Der mobile Fahrradservice und auch der Foto-Wettbewerb werden unter einer gemeinsamen Dachmarke im Vorfeld beworben, die eine hohe Sichtbarkeit und Wiedererkennungseffekt erreichen kann. Hierfür bieten sich auch die Mitgliederzeitschriften, die Vereinswebseiten, sowie das Hamburger Abendblatt und die Bergedorfer Zeitung an.
Worin liegt die Innovation unseres Projektes?
Breitere Bevölkerungsgruppen, die noch nicht für Nachhaltigkeitsthemen sensibilisiert sind, können eher durch Spaß und Wettbewerb erreicht werden, als durch Information und Belehrung. Unsere Projektaktivitäten schaffen für Vereinsmitglieder und die BesucherInnen der Sportevents und Sportstätten Möglichkeiten, klimafreundliche Mobilitätsformen spielerisch und im Wettbewerb auszuprobieren und in ihren Alltag zu integrieren. Wettbewerb und Gemeinschaftlichkeit schaffen dabei zusätzliche Motivation.

Sport ist Teil der Hamburger Kultur. Über Sportvereine werden die BürgerInnen in ihrem Alltag erreicht und knüpfen an ihren Freizeitaktivitäten an. In Sportvereinen treffen sich viele Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. In den jeweiligen Stadtteilen und Nachbarschaften sind sie fest verankert und gestalten das Zusammenleben gemeinsam. Sportvereine sind daher ein wichtiger Multiplikator für Nachhaltigkeit und Klimaschutz innerhalb der Gesellschaft. Die Projektaktivitäten werben gleichzeitig für Sport in Vereinen, mehr Bewegung im Alltag und klimafreundliches Mobilitätsverhalten. Mit den gesammelten Erfahrungen und dem Feedback der Vereinsmitglieder, ist eine Fortsetzung sowie Ausdehnung des Projekts auf weitere Hamburger Sportvereine denkbar.
Wer sind wir?
Die Turn- und Sportgemeinschaft Bergedorf von 1860 e.V. ist im Osten von Hamburg, im Stadtteil Bergedorf beheimatet und gehört zu den mitgliederstärksten Breitensportvereinen Deutschlands. Sie betreut mit über 130 hauptamtlichen Mitarbeitern und 500 Übungsleitern, Trainern und JugendgruppenleiterInnen über 11.000 Mitglieder. Mit 800 Angeboten spricht die TSG, über soziale und kulturelle Grenzen hinweg, Menschen aller Altersstufen an. Der Verein ist Träger mehrerer Sport- und Bewegungskindertagesstätten und einer Jugendeinrichtung. Außerdem ist er in der ganztägigen Bildung und Betreuung an Schulen aktiv. Die TSG Bergedorf verfügt über zahlreiche vereinseigene Anlagen. Das TSG Sportforum ist eine der größten vereinseigenen multifunktionalen Sportanlagen in Norddeutschland. Weitere vereinseigene Anlagen sind das TSG Sportzentrum BULT mit einem Yoga- und Pilateszentrum, das TSG Kissland in Wentorf und das TSG Fitness-Studio „be.Fit im Bille-Bad“.
Laufzeit der Förderung
12 Monate
Höhe der Förderung
49 955,00 EUR

Nachhaltigkeitsziele

  • SDG 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, wider­stands­fähig und nachhaltig gestalten
  • SDG 13: Beschreibung EN
  • SDG 3: Beschreibung EN