LesementoRing – weil Jugendliche Kinder am besten zum Lesen begeistern!

LesementoRing – weil Jugendliche Kinder am besten zum Lesen begeistern!
Lesementoring liegt mir am Herzen, weil … 
… hier Jugendliche ihre Kompetenzen für Kinder einsetzen können, die Kinder nachhaltig zum Lesen motiviert werden und die Jugendlichen viel über ihre eigenen Stärken erfahren. Viele der Kinder werden später dann begeistert selbst LesementorInnen. Das ist die schönste „Nachhaltigkeit“.
Mit unserem Werkstatt N-Projekt „Lesementoring“ möchten wir …
… Jugendliche dazu anregen, ihre eigene Lesebegeisterung und ihre Erfahrungen aus ihrer eigenen Kindheit zu nutzen, um Grundschulkinder spielerisch zum Lesen zu motivieren. Sie können das meistens viel besser als Erwachsene. Die Jugendlichen werden von Fachkräften für diese Aufgabe ausgebildet, bringen aber auch eigene Ideen und Kreativität ein. Die jungen LesementorInnen arbeiten sehr erfolgreich mit den Kindern. Seit zwölf Jahren gibt es nun das Projekt und allein in Hannover waren bislang bereits über 1.270 LesementorInnen und über 3.800 Kinder beteiligt.
Mein persönlicher Schlüsselmoment war …
Im Jahr 2002 habe ich im Rahmen meiner Arbeit im Bereich Stadtteilkultur ein Projekt zur Alltagskultur („Respekt“) für eine Grundschule entwickelt. Da ich nicht immer als „Benimm-Tante“ auftreten wollte, habe ich SchülerInnen des benachbarten Gymnasiums gefragt, ob sie mitmachen würden. Ich habe dann erlebt, wie z.B. iranische junge Mädchen den türkischen kleinen Mädchen beibrachten, sich bei den Jungs freundlich Respekt zu verschaffen. Auch die Jungen haben sich sehr achtsam und trotzdem sehr cool in das Projekt eingebracht und die Kinder haben sie angehimmelt. Das war ein sehr schönes Erlebnis und für mich das Zeichen, dass die Kompetenzen von älteren SchülerInnen viel zu wenig genutzt werden.
Eine der größten Hürden für unser Engagement war … 
Am Anfang war es nicht leicht, andere (Bibliotheken und Stadtteilkultureinrichtungen) zu überzeugen, sich mit ihrem Personal langfristig an diesem Projekt zu beteiligen. Immerhin sind die Ausbildung und Begleitung der Jugendlichen und die Ausstellung der „Kompetenznachweise Kultur“ auch mit Zeitaufwand verbunden, der an anderer Stelle fehlt.
… und wie wir es geschafft haben, diese zu überwinden …
Vorgesetzte und Kollegen mit guten Ergebnissen aus einem kleinen Bereich des Projektes überzeugen, dazu Angebote und das Know-how praxistauglich zur Verfügung zu stellen. Einen Stadtteil nach dem anderen dazu holen, ein KIKA-Fernsehteam einladen, einen kurzen Film über die Projektarbeit überall zeigen. Zudem Informationsbroschüre, Flyer und Webseite erstellen, immer wieder auch die Presse einladen. Den OB als Schirmherren gewinnen, bei Wettbewerben mitmachen, Auszeichnungen und Preise erhalten und nicht zuletzt die Jugendlichen im Rathaus regelmäßig für ihre Leistung ehren.
Mein Motto:
Wenn man eine gute Idee hat – einfach loslegen! Vieles ergibt sich dann, auch Unterstützung, mit der man erstmal gar nicht rechnet. Aber wenn man nicht anfängt, weil man dauernd überlegt, ob es nun das Richtige ist, passiert überhaupt nichts.
Kontaktdaten für Fragen
Ulrike Knoch-Ehlers
E-Mail: ulrike.knoch-ehlers {at] hannover-stadt.de